Erfahrungsbericht

 

Afrikaurlaub mit einem Weg weisenden „step“

Drei Wochen Urlaub in Zimbabwe, Namibia und Südafrika. Ein Privileg für uns vier: Ute, Guy und die beiden Mädchen Aline (14) und Livia (12). Ein Privileg, das wir mit etwas Sinnvollem verbinden wollten. Eine kleine Geste, ein Wassertropfen auf die Not in Afrika. Aber letztlich auch der Anfang unseres Engagements für steps for children. Und einem ersten Ziel, bis zum Reisebeginn € 10‘000.- zu sammeln.

Es ist Aline zu verdanken, dass die Wahl auf steps for children gefallen ist. Die Suppenküche, die schulische Betreuung der Kinder und die „homes families“ haben es ihr angetan. Unser privates Fundraising-Projekt wurde geboren. Mit dem Ziel, bis zum Reisebeginn Geld zu sammeln und zu sehen, wie es vor Ort eingesetzt wird.

Gesagt, aber noch nicht getan. Der Weg war steinig und schien oftmals unerreichbar. Aber mit zahlreichen kreativen Aktivitäten näherten wir uns Schritt für Schritt der magischen Grenze: Aline, indem sie am Flohmarkt ihre alten Spielsachen verkaufte. Livia, dadurch, dass sie mit ihren Klassenkameradinnen Schoko-Muffins backte und im Quartier verkaufte. Guy, indem er über Mittag Charity-Lunchs organisierte und Ute, mit Apéros im geschäftlichen Umkreis. Anstrengend waren aber auch Stunden, in denen sich Aline und Livia die Beine in den Boden standen und ihre Sammelaktion am Rande eines TransAfrika-Events bewarben. Dass es letztlich geklappt hat, war der Grosszügigkeit unserer Freunde und Bekannte zu verdanken, die die Aktion grossartig unterstützt haben und letztlich mit einem Teil ihrer Spende die finanziell gefährdete Suppenküche entlasten konnte.

 Familiy_Gulo

Wie wichtig unsere Unterstützung letztlich war, merkten wir erst vor Ort. Die Schule war im Begriff – aufgrund der ausgefallenen Unterstützung einer amerikanischen Institution – die ohnehin karge Mahlzeit der Suppenküche zu rationieren. Ein kaum vorstellbarer Gedanke, wenn man die 200-300 hungrigen Mäuler sieht und miterlebt, wie wichtig diese eine Mittagsmahlzeit für die Kinder ist. Richtig emotional war aber die Begegnung mit den Kindern selbst. Ihre Freude und Begeisterung für uns Fremde. Ihr Lächeln, ihre fast scheuen Berührungen und ihr Interesse für das Unbekannte.

kinder_apfel_okt_2014

Dank Pastor Henk Olwage, Gründer und Leiter des Kooperationspartners Light for the Children, durften wir unsererseits einen Einblick in die engagierte Projektarbeit von steps for children und Lights for the Children gewinnen. Und uns ein Bild der „homes familys“ machen, dank denen bereits eine beachtliche Anzahl Kinder von sozialen Strukturen und einem Zuhause profitieren. Wir haben Mütter gesehen, die das Beste aus ihren ärmlichen Verhältnissen machen und vorbildlich für ihre Familien und die aufgenommenen Waisenkinder sorgen. Und andere wie Anna, die es – gezeichnet von ihrer schweren Krankheit – mit letzter Kraft schafft, sich über die Runden zu bringen. Eines haben sie gemeinsam: sie verdienen unsere Unterstützung und können jede Spenden dringend brauchen.

Diese Erfahrung dürfte es letztlich gewesen sein, die uns dazu bewogen hat, unsere Unterstützung für steps for children auch nach der Reise fortzuführen und uns in der Schweizer Stiftung zu engagieren. Für uns war es ein erster Schritt in eine neue Aufgabe. Ein Weg weisender „step“!

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